Drei Männer stehen auf einem Balkon mit Glasgeländer und blicken ernst in die Kamera. Zwei jüngere Männer tragen beige T-Shirts mit der Zahl 1874, während der ältere Mann eine schwarze Jacke trägt. Hinter ihnen spiegeln sich moderne Gebäude in großen Glasfenstern--Ein älterer Mann mit schwarzer Jacke lehnt sich lächelnd an eine Glasfassade. Neben ihm steht ein junger Mann in einem Sweatshirt mit der Zahl 1874, der leicht nach unten schaut und schmunzelt. Im Vordergrund ist eine unscharfe Person zu sehen--Ein Mann mit Brille und Bart steht in einer Werkstatt und blickt nach oben auf eine hölzerne Rahmenkonstruktion. Er trägt ein beiges T-Shirt mit der Zahl 1874. Eine zweite Person mit tätowiertem Arm hält die Holzbalken fest--Zwei junge Männer stehen auf einer grünen Wiese und blicken zur Kamera. Sie tragen beige Oberteile mit der Zahl 1874. Im Hintergrund erstreckt sich eine hügelige Landschaft mit Bäumen, leichtem Nebel und einem sanften Morgenhimmel--Ein älterer Mann mit schwarzer Jacke und beigem T-Shirt mit der Zahl 1874 steht in einer Werkstatt und blickt nachdenklich zur Seite. Im Hintergrund arbeitet ein jüngerer Mann an einem Holztisch, umgeben von Werkzeugen und Maschinen--Ein junger Mann in einem beigen Sweatshirt mit der Zahl 1874 steht an einem Arbeitstisch in einer Werkstatt und betrachtet konzentriert Baupläne. Vor ihm liegen gestapelte Holzblöcke. Im Hintergrund ist eine zweite Person mit Brille zu sehen, umgeben von Maschinen und großen Fenstern--Drei Männer gehen auf einem gepflasterten Weg entlang einer modernen Glasfassade. Der ältere Mann trägt eine schwarze Jacke mit der Aufschrift "Josef Göbel", während die beiden jüngeren Männer beige Oberteile mit der Zahl 1874 tragen. Im Hintergrund erstreckt sich eine grüne Landschaft mit Bäumen
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Das Holz liegt in der Familie

Seit rund 60 Jahren ist der Familienbetrieb Josef Göbel auch der Familienbetrieb der Familie Rieger.

Wenn Unternehmen sich als Familienbetrieb beschreiben, dann meinen sie – wie das auch bei Josef Göbel der Fall ist – meistens: Sie werden von der Eigentümerfamilie geführt. Bei Josef Göbel allerdings gilt das auch noch auf ganz andere Weise.

Weil Michael Rieger vor zwei Jahren in Passail Haus gebaut hat, kommt er nicht mehr in den Genuss der rieger‘schen Fahrgemeinschaft. Vater Franz und Bruder Christoph legen die knapp sieben morgendlichen Fahrkilometer – noch – gemeinsam zurück. Christoph Rieger hat gerade die Lehrabschlussprüfung als Tischlereitechniker erfolgreich hinter sich gebracht. Angefangen hat er, der eigentlich in einem Vermessungsbüro schon die Zusage für eine Lehrstelle hatte, die Lehre auch nicht ganz freiwillig und nur weil sich das ursprüngliche Angebot zerschlagen hatte. Aber, wie er selbst sagt: „Absolut die richtige Entscheidung.“

Die berufliche Geschichte von Vater Franz hat interessanterweise ähnlich begonnen. Anfang der 80er Jahre war es ziemlich schwierig, eine Lehrstelle zu finden. Sein eigener Vater, Christophs Großvater, arbeitete zu der Zeit schon seit Mitte der 60er Jahre bei Josef Göbel. So kommt Franz zu einer Lehrstelle. Das war 1983. Nach der Lehre und einer Zeit im Möbelbau macht er, wie sein Vater, Fenster in der Bautischlerei, die er heute – über 40 Jahre später – leitet. Dorthin wird es wohl auch Christoph nach seiner Lehrabschlussprüfung verschlagen. „Es muss ja weitergehen“, scherzt dieser ob der Familiengeschichte.

Christophs älterer Bruder Michael ist in Sachen Fenster dann sozusagen das schwarze Tischlerschaf der Familie: Ihm haben es die Möbel angetan. In der Handwerkstatt ist er stellvertretender Teamleiter und auch schon seit der Lehre und damit schon über 10 Jahre im Betrieb. „Es ist hier drinnen in der Handwerkstatt sehr abwechslungsreich. Das taugt mir, weil es immer etwas Neues ist. Jeder Auftrag eigentlich ein Einzelstück. Das sind halt Sachen, die man nicht in einem Möbelhaus kaufen oder so schnell irgendwo besorgen kann.“ Auch fürs eigene Haus hat er die Einrichtung selbst gemacht.

Decorative

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Michael und Christoph Rieger

„Schon mein Vater hat bei Josef Göbel gearbeitet. Ich habe 1983 hier begonnen. Meine Söhne Michael und Christoph sind mir gefolgt. Enger kann man mit einem Betrieb nicht verbunden sein.“

Franz Rieger

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Anders als in vielen anderen Familien wird bei den Riegers zuhause nicht viel über die Arbeit gesprochen. Sie sagen, das sei auch nicht notwendig, weil man das Wichtigste ohnehin mitbekommt. Aber auch wenn sie nicht viel darüber reden, sind die Riegers stolz auf ihre Familientradition. „Wenn man etwas produziert, kann man am Ende des Tages sagen – 'Das habe ich gemacht. Da kann man auch stolz drauf sein' – , findet Michael Rieger. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

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